Urlaub intravenös – Λιακάδα

Wer hätte gedacht, es kommt noch was? Ela Re!                                                                      Ich beende, was ich angefangen habe. Und – noch ist es nicht das Ende.

Meine Eltern sind bereits seit einer Woche zu Besuch, was mich organisationstechnisch ganz schön einspannt aber auch unheimlich befreit. Die letzten Tage meines Erasmus-Semesters verbringen wir nämlich zusammen & irgendwie scheint es, als ob ich erst jetzt – obwohl schon seit Januar auf Zypern – in typisches Urlaubsflair gerate.

Einen überzeugender Grund für meine Wandlung von Erasmusstudentin zur Urlaubstouristin bietet der ausgewählte Urlaubsort meiner Eltern. In den letzten Tagen hieß es für mich, von Nikosia, der Hauptstadt, nach Agia Napa, zum “angesagte Hot Spot” unter den Urlaubern & wieder zurück zu pendeln. Wir sind mit Sara & Tasso an der Konnos Bucht mit hellgelben, feinen Sand in türkisblauen Wasser schwimmen gegangen & am Kap Greko Genießer eines weit in den Horizont hineinragenden Ausblicks über Feld, Felsküste & Meer gewesen.

Kap Greko (Südostspitze)

Dazu hab ich mir noch ein paar Happen Feinschmeckerlies aus dem Hotel meiner Eltern zu Gaumen geführt & bin, trotz oder gerade an zu Hause denkend, rundherum zufrieden. Denn die Sonne gibt ihr Bestes, so dass Melonen & Oliven zur täglichen Speiseaufnahme gehören & Meerbaden die einzig logische sportliche Betätigung scheint.

Rückblickend auf das, was hinter mir liegt, ist die Zeit mit meinen Eltern ein absolut entspannender Abschluss meines Aufenthaltes. Während ich in Agia Napa und Umgebung Erholung und Ablenkung in ruhiger & erfrischender mediterraner Umgebung fand, lösen die letzten Tage hier im Apartment im tösenden & ohrenbetäubenden Hauptstadtgewimmel ein Gefühl des Aufbruchs aus. Von nun an heißt es, Tasche packen & Formaliensammelsorium an den Mann bringen. Countdown – 7 Tage.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

2 Wochen mit Roman – Επίσκεψη II

Als ich dann endlich meinen Museumsvergleich für das politische Fach “Cyprus Society” abschloss, war es dann schon fast so weit: Besuch von Roman!

Nachdem der erste richtige Tage vergangen war, fuhren wir für das Osterwochende zu Sara und Tasso nach Pera, in das kleine ruhige Dorf, in dem man ganz anders als in Nikosia beim Aufwachen früh nur die Vögel hört. Wir besuchten für 1h die Oster-Mitternachtsmesse, die angesichts der großen Bedeutung für die Zyprioten 4 h lang geht: von 23.00 bis 3.00. Um Mitternacht gab es neben der Kirche ein riesiges Lagerfeuer & ein ohrenbetäubendes Feuerwerk, zu dessen Anlass sich die Dorfgemeinde versammelte. Bis 1.00 verweilten wir noch bei Tassos Mutter, die uns zur traditionellen Oster-Mitternachtsuppe eingeladen hatte. Eine weitere Einladung für das Ostersonntag-Essen folgte am nächsten Tag. Es war schön, im Kreis dieser Familie ein zypriotisches Ostern zu erleben & gastfreundschaftlich aufgenommen zu werden, obwohl seine Mutter mich vorher nur einmal getroffen hatte.

In den darauffolgenden Tagen fuhren wir erst mit dem Bus, später mit einem Mietauto zu verschiedenen Orten, von denen ich manche schon kannte & auch zu neuen, die wir gemeinsam entdeckten. Orte auf der türkischen & auf der griechischen Seite: Historische Stadtmauern, von bunten Booten beseelte Häfen, Kastelle & Moscheen, spielende Kinder in Gassen, verlassene Ruinen & weite Küstenlandschaft.

Bemerkenswert war die ungewohnte Stille abends am Strand nah der Bucht von Lara im Westen der Insel. Der Sonnenuntergang und das Wellenrauschen. Das Auto nah am Wasser und die Füße im Sand. Während die letzten Sonnenstrahlen die aufkommende Dunkelheit ankündigen, ist das Einzige, was man hört, Wellenrauschen. Kein Auto mehr, das auf der sandigen Straße vorbeifährt, keine Musik mehr, die man sich tagsüber angemacht hat, kein Wort mehr, das jemand sagt. Nur Wellenrauschen & das sachte Gefühl, dass Freiheit sich so anfühlt. Um so schöner, wenn man so etwas gemeinsam teilt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Aufatmen – Ελληνικά σύνορα

Während ich mich nun wieder einem Artikel widme, fällt die große Zeitspanne auf, die seit dem letzten Eintrag entstanden ist. Ein paar werden das ganz sicher gemerkt haben. Ganz sicher wissen die meisten auch, dass 2 Wochen lang Roman mein Gast war:) Das also schon vornweg.

Wo anfangen, wenn die Erlebnisse der letzten Wochen kunterbunt gemischt durch meinen Kopf fliegen? Am besten also 2 Artikel.

Mitte April. Die Griechisch-Prüfung (3h schriftl. & 15 min. mündl.) schloss meinen 13wöchigen Griechisch-Intensiv-Kurs ab, den ich an der Uni als eins meiner Studienfächer belegt hatte. Aufgeregt war ich auf jeden Fall, aber am Ende habe ich das Gelernte sehr gut anwenden können. Die Prüfungen liegen jetzt zwar schon hinter mir, aber im Supermarkt, beim Bäcker oder in der Post komme ich fast täglich in den Geschmack wahrer griechischer Sprachpraxis. Unterdessen habe ich Roman während unserer gemeinsamen Zeit dafür bewundert, dass er sich so schnell die Aussprache der verschiedenen Buchstaben gemerkt hat.

Wandern im Troodos-Gebirge


Birute überredete mich zu einer 2 tägigen Wandertour, ein Angebot, welches sie zuvor von einem bulgarischen Bekannten erhalten hatte. Wir folgten einem professionellen Tourguide, Andros, ins Troodosgebirge. Zu acht stiefelten wir insgesamt 20km an diesem Wochenende. Für 2 Tage mag das wenig klingen aber es ging sehr steil in die Höhe. Auf den Bildern erkennt man den Höhenunterschied & meine Schweißperlen kaum, was ich sehr bedauere. Es war ein Wanderabenteuer mit allem drum & dran: Kompass, Zelten, Lagerfeuer & Bachbaden. Der friedvolle Ausblick vom Gipfel auf die umliegenden Berge war “breath-taking” – ein Wort, das im doppelten Sinne zutrifft. Trotz ungewohnter Steigung & des Rucksack-Gewichtes war ich am Ende noch überraschend fit. 2 Worte für dieses Erlebnis: Anstrengend & wunderschön!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Prüfungszeit – στρες

Für die zypriotischen Studenten ist jetzt bereits die letzte Vorlesungswoche des Sommersemesters angesagt. So stecke ich wieder mittendrin: Exzerpte verfassen, Literaturrecherchen, Essays schreiben, Museumsgänge für eine politische Untersuchung,  griechische Dialoge üben und ab & zu durchatmen.

Am Freitag habe ich Sara & Tasso sowie Anna & Marios, die ich damals beim Grillen in den Bergen kennengelernt habe, zu uns ins Apartment zum Essen eingeladen. Typisch deutsch  oder zumindest Lara-like zu kochen schien mir das Mindeste, wenn man mich so liebevoll  umsorgt & oft irgendwo einlädt. Zusammen mit Katharina hatten wir einen echt schönen Abend. Zudem gab es Samstag eine “Legendary & Mythological Figures”- Party in einer Wg. Mit Hilfe von Saras Faschingsutensilien hab ich mich als “Magic Cat” (pinke Katze von Alice im Wunderland) verkleidet. Die Ohren habe ich selbst genäht:)

Bei Flickr finden sich diverse Fotos zum Thema “Streets & Art”, die ich über eine längere Zeit hinweg gesammelt habe & für sehenswert halte. Es wird Zeit, zypriotsche (Klein)Kunst für sich sprechen zu lassen. Sie stammen aus verschiedenen Orten Zperns, die meisten jedoch aus Nikosia.

Nicht zuletzt noch einen digitalen Gruß & Kuss an Roman! Bald entdecken wir Zypern gemeinsam – meine Freude ist groß!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Hier & zu Haus – εταξύ

Ganz offensichtlich wird es jetzt wieder Zeit für einen Eintrag. DerApril hat begonnen und mit ihm die Sommerzeit, in der alle ihre Uhren eine Stunde vor & ihr inneres Programm auf “Sonne” stellen.  Loswerden möchte ich heute ausnahmsweise mal nicht nur, was mir hier auf Zypern passiert, sondern eine Widmung an alle guten Freunde, Bekannte & Familienmitglieder.

Die meisten mögen denken: “Ah, sie ist ja auf Zypern, der geht’s sehr gut.” Das stimmt natürlich, denn viele Anzeichen (warmes Wetter, mediterrane Vegetation, offene Mentalität & lockeres Erasmus-Studi-Leben) sprechen dafür. Die Wahrheit ist aber, dass das Hier-sein & meine Gedanken, so wie ich sie gerade erlebe, weit darüber hinaus gehen. Denn mit jedem neuem Erlebnis, dass ich in Entfernung zu meinem gewohnten Leben (besonders in Erfurt) begreife, nähere ich mich ihm rückwirkend & stillschweigend wieder an. Ich bin froh über jede kleine Neuigkeit, die ich von irgendwem erfahren kann & die mich mit meinem Leben aus Dt. und auch mit allen anderen, die irgendwo in Europa & dem Rest der Welt rumgondeln, verbindet! Unweit von politischen Veränderungen ziehen auch lokale Veränderungen ins Haus. Masterarbeiten stehen bevor, Diplomarbeiten wurden abgegeben. Irgendwer zieht zusammen, ein oder aus, geplante oder unerwartete Kugelbäuche bahnen sich ihren Weg durch enger werdende Baumwoll-Shirts und auch das Wort Heiraten hat für manche längst ein Stück seiner Absurdität verloren. Was ich damit ausdrücken will, ist letztlich meine Verbundenheit mit dem, was sonst noch irgendwo passiert & meine Neugier! Man berichte mir also in allen Einzelheiten. Und für alle, die das öfter tun, hier meinen DANK!

Spaziergang um den Stausee

Meine jüngsten Erlebnisse? Letzte Woche habe ich nicht nur mit Katharina ein weiteres schönes Fleckchen Zypern angeschaut: alte venezianische, fränkische & gotische Ruinen & Moscheen in Famagusta und die seit 1974 verlassene Geisterstadt Varosha. Letzten Freitag war auch der griechische Unabhängigkeitstag, an dem die meisten ein BBQ unternehmen. Sara & Tasso luden mich zu einem Grillen mit ihren Freunden in den Bergen ein. Wir fuhren mit dem Auto nach Xyliatos nah dem Troodos-Gebirge. Vom Grill-Platz konnte man zum Wasserfall und um den Stausee herum laufen. Die Ruhe dort & das Wetter waren wunderbar. 13 griechische Zyprioten und unter ihnen ich der einzige Anlass, sich auf Englisch zu unterhalten! Deswegen kam es vor, dass ich in dem mir natürlich immernoch unbekannten Griechisch-wirrwarr nur ab und zu ein paar Wörter wie “Oliven” und “hier, bitteschön” aufschnappte. Der Slang ist eine von vielen Herausforderungen des Sprachenlernens, die ich bereit war, mit einem Lächeln anzunehmen. Mich hat überrascht, wie schnell ich mich unter ihnen wohl gefühlt habe. Die meisten waren gleich anfangs sehr offen & haben mich absolut liebevoll integriert. Kein “Fremd-sein-Gefühl”, keine notwendige “Warm-up-Phase”: gleich mittendrin & das, als ob es die natürlichste Sache der Welt wäre! Schön, wenn man unter Fremden so herzlich aufgenommen wird. Um so mehr machte mir das Zusammenkommen dieser Menschen bewusst, wie wichtig die eigenen Freunde sind.

Im Beiblatt heute: Gemüseglück

Möglicherweise ist dieses Ereignis von großer Bedeutung für das Verstehen der zypriotischen Mentalität. Was ist mir also passiert? Samstagabend spaziere ich hoffnungsvoll in einen Gemüseladen. Es ist kurz vor Ladenschluss. Nur auf der Suche nach ein paar wenigen Zutaten, die ich mir demnächst nett kochen könnte, frage ich den Verläufer höflich auf Griechisch, was ich eben schon so sagen kann. Wo die “angouria” (Gurken) und “patates” (Kartoffeln) sind, ob es noch “bananes” gibt & wieviel es jeweils kostet. Ungeahnt erwartete mich dann an der Kasse ein bloßes Zusammenpacken der Ware aber kein Wiegen oder Abkassieren! Noch dazu stürzte der zweite Verkäufer zu den letzten Restkisten und stopfte mir meine Tüten voll mit Obst & Gemüse. Hammer-Cool! Ich musste nicht eine Frucht bezahlen, alles schenkten sie mir! Trotz meiner Anstalten, zahlen zu wollen, entließen sie mich mit einem unangetasteten Portmonai und einem offenen Mund der Verblüffung!

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

1 Woche mit Sara – Επίσκεψη

Gestern habe ich Sara zurück zum Airport-Shuttle-Platz gebracht. Was hinter uns liegt, ist eine Woche wunderbarer, dicht aneinander gereihter Erlebnisse.

Mittwoch & Saras erster Tag. Mit Katharina zusammen auf nach Salamis (türkische Seite – östlich)! Salamis war früher Zyperns bedeutendstes Stadtkönigtum und gilt deswegen als wichtigstes Ausgrabungsgelände. Die Sonne brannte so heiß, dass Sonnencreme mit LSF 30 absolut angemessen war. Am unteren Ende der archäologischen Stätte liegt das Meer, herrlich türkisblaues Wasser auf hellem Sand. Am meisten hörte ich mich wohl nur “Juhuu!” sagen. Ein wunderschön erfrischender Anblick, wenn man aus einer Stadt mit staubigen Straßen & lauten Autos kommt. Ein glücklicher Umstand war dann, dass uns ein Reisebus voller älterer Touristen & Rentner kostenlos zurück nach Nikosia mitnahm. Gemäß der Tagesplanung des Rentner-Touri-Busses hielten wir zudem auch noch an dem friedlichen Barnabas-Kloster und bekamen so manche Ikonengemälde zu Gesicht.  Doppelter Grund zur Freude also für uns, denn diesen Ort hätten wir laufend kaum erreichen können.

Donnerstag – Kyrenia. Das hieß wieder auf die andere (türkische) Seite laufen & von dort aus für 2,50 € ein Dolmus/Sammeltaxi nehmen. Da ich schon in Kyrenia war, das Kastell sowie den Hafen beschrieb, hier ein größerer Sprung gen Wochenende.

Unsere schwankenden Überlegungen um Automieten Ja/Nein glättete die etwas unfreiere aber stets kostengünstigere Variante des Busfahrens. Auch Katharina konnten wir für unseren Trip in den Westen der Insel begeistern, und so buchten wir zu dritt sogar 2 Nächte in einem netten Hostel in Paphos. Weil wir erst Freitagnachmittag starteten & die Fahrt etwa 3 Stunden dauerte, erwartete uns abends nur Ankommen, Abendbrot & baldiges Zu-Bett-Gehen. Das Hostel war eine super Empfehlung anderer Erasmus-Studenten: 7,50 / pro Nase / pro Nacht.

Zusammen unterwegs

Samstag. 6.45 – aufstehen! Nach einem stärkenden Frühstück ging es raus an die Bushaltestelle, von dort zum nächsten Ort mit dem schönen & oft empfohlenen Strand ‘Coral Bay’. Noch schöner empfing uns das Meer aber ein paar Kilometer weiter, als wir endlich in Richtung Avatas Gorge zu wandern begannen. Die Anfänge der Akamas-Halbinsel sind dort die halb steinigen & halb mit Gras bewachsenen Berghänge. Innerhalb der Schlucht führte der Weg uns über Steine & Geröll am Wasser entlang. Auf der Rücktour belohnten wir uns mit dem Sprung ins kühle, zu tiefst beeindruckende, blaue Nass!

Am Sonntagmorgen besuchten wir die Königsgräber, 2 km nördlich von Paphos. Dies sind Grabanlagen aus dem 3. Jhd. v. Chr., die für die zypriotische Oberschichte angefertigt wurden. Am eindrucksvollsten waren die Peristylgräber, weil sie äußerlich Wohnhäuser nachahmen. Anschließend führte unsere Planung uns zum Ende des Hafens, wo sich ein riesiges Ausgrabungsareal befindet. Der archäologische Park spiegelt 1/3 Fläche der antiken Stadt ‘Nea Pafos’ wider, überall stößt man auf Bodenmosaike, die etwa auch aus dem 3. Jhd. v. Chr. stammen.

Montag war Saras letzter Tag. Deswegen liefen wir nocheinmal in die Innenstadt von Nikosia (Süd- & Nord), um in einem Kurzabriss Schönes & Interessantes der Stadt aufzugreifen. Wir sind durchs Altstadtviertel Laiki Geitonia geschlenkert, haben dabei den Ausblick von einem 11-stöckigen Hochhaus genossen & unter anderem im Büyük Han, der sehenswerten Karawanserei, und an der Sophien-Kathedrale Halt gemacht.

Gestern ging ich zu einem traditionellen zypriotischen Essen, meinem 2. Meze, das vom Erasmusclub für 80 Studenten organisiert wurde. In der Taverne gab es Livemusik, zu der schon bald die meisten auf griechische Art tanzten. Dabei wird ein Kreis gebildet, die jeweiligen Tanznachbarn an den Schulter haltend. In einem besonderen Takt, den ich leider nicht klatschen konnte, bewegt man sich allmählich nach rechts. Später wurde sogar auf den Tischen getanzt, ein für mich doch eher ungewohnter Anblick! Das Bewundernswerte war jedenfalls, dass fast alle getanzt haben. Was Souvlaki & Wein alles möglich machen…

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Jazz & Gefieder – ύπαιθρο

Fast 8 Wochen bin ich nun hier auf Zypern, in Nikosia. In ein paar Tagen ist die Hälfte meines Erasmus-Aufenthaltes vorbei. “Wow!”, denke ich mir, “das ging schnell”.

Am Freitag hörte ich von einem Internationalen Film-Festival, das in der Nähe des Famagusta-Tores, in der Melina Merkouri Hall, stattfand. Nebenbei bemerkt gibt es in der Innenstadt am Stadtmauerring drei Tore: das Paphos-Tor Richtung Westen (Paphos), das Kyrenia-Tor nach Norden (Kyrenia) und das Famagusta-Tor in Richtung Osten (Famagusta), welches heute als Ausstellungsraum für private und öffentliche Künstler dient. Auf also zum Jazzkonzert! Mit einem halben Becher Rotwein in der Hand setzte ich mich glücklich neben die anderen Zuschauer & lauschte inspiriert dem Saxophon. Später holten mich Jitka, Mario, Birute & Marta zu einem weiteren Konzert ab, diesmal ein griechisches. Eine Mischung aus Pop, Rock & Funk boten dort verschiedene, nach jedem Lied wechselnde Gesangskünstler und eine mindestens 6köpfige Band. Zwei so schöne, auch exotische Konzerte an einem Abend – köstlich!

Am Samstag bin ich mit Sara & Tasso im Athalassa Forest Park auf “Bird-Watching”-Tour gegangen (Friedo, wann kommst du?). Das war schon deshalb spannend, weil ich meinem Maulwurfsauge nicht zugetraut hätte auch ein paar unaufälligere Arten aus dem Vogelbuch wiederzuerkennen. Es macht echt Spaß mit den beiden unterwegs zu sein. Sie sind ein schönes Paar, dem ich manchmal einen neidvollen Blick zuwerfe, wenn ich an meinen Liebsten denke.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar